Karpfenpocken? Och nöhh....

Klaus

Mitglied
Hallo zusammen,
heute Nachmittag habe ich bei meinem Kohaku eine verdickte, helle Stelle im Rot entdeckt. Darauf habe ich ihn rausgefangen und genau angeschaut.
An der Seite im roten Bereich direkt an der Seitenlinie, in der Nähe der Schwanzflosse, an der Afterflosse und an der Rückenflosse sind etwas gallertartig verdickte, Stellen vorhanden. Auch direkt in den Flossen.

Sind das Karpfenpocken?
Hat jemand einen Tipp für mich?

Hier mal die Wasserparameter:
Innenhälterung 3000 Liter / Filter 600 Liter
Temp = 16°C
O² = 9 mg/l
ph = 7,8
GH = 20° dH
KH = 8° dH
NH4/NH3 = 0
NO2 = 0
NO3 = ca. 25mg/l

Der Kohaku hat ein 15 minütiges Salzbad (20 g/l Wasser) bekommen.
Hier nun ein paar Bilder:

Danke für Eure Hilfe
Gruß Klaus
 

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Und noch ein paar Bilder:

Wie ist denn Eure Meinung dazu?
Vielen Dank.
Gruß Klaus
 

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Hallo Klaus,

das sind eindeutig Karpfenpocken, aber wie du weist ja harmlos.
Wundert mich nur das sie bei 16 Grad auftreten. Kann aber von dem Umzugsstress kommen.



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Gruß Andreas
 
Hallo,
ich habe auch zwei Koi mit Pocken. Ich werde aber noch nichts unternehmen. Die haben sie schon seit dem Sommer. Hatte es mal mit Salzbädern probiert, hat aber nichts gebracht. Ich werde zum Frühjahr die Wt mal für zwei drei Wochen auf 25 Grad bringen. Mal schauen ob es was bringt.
 
Hi,
ja, hab ich mir gedacht.... :?

@Karsten
Du hast 20° in Deiner IH und dennoch Karpfenpocken?

Schon komisch....

Also hilft nur die Stärkung des Immunsystems.
Irgendwelche Vorschläge?
Gruß Klaus
 
koikochi schrieb:
Schau auf der Seite von Paul. Ist auch sehr interessant.
http://www.paulskoiseite.de/autoren.shtml

Der Erfolg einer Abheilung war wohl da , aber der oder die betroffenen Koi sind latent infiziert und somit kann man nicht von einer entgültigen Heilung sprechen.
Das Immunsystem dauerhaft auf Vordermann zu bringen halte ich für die bessere Lösung, damit es erst gar nicht zum Ausbruch kommt.



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Gruß Andreas
 
Hinweise von Dr. Lechleiter:

Es gibt Koi, bei denen trotz ausreichender Erwärmung die Hautbeläge nicht mehr verschwinden oder sogar im Laufe der Jahre immer mehr zunehmen. Derartig befallene Individuen haben eine Immunschwäche, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein kann. Vermehrte Herpesveränderungen auf den Koi lassen - ebenso die Ausbreitung auf viele Fische im Teich oder im Aquarium - stets auf schwächende Faktoren, häufig in der Umwelt- oder Wasserqualität, schließen.

Bekämpfung

Die Bekämpfung erfolgt durch Anheben der Wassertemperatur auf das jeweilige Fischoptimum. In der Erwärmungsphase helfen Immunsystemstimulantien (Vitamin C, Betaglucane oder Echinacinpräparate) über das Futter, die Erkrankung schneller zu überwinden. Bezüglich ihrer Optimaltemperatur nicht entsprechend gehaltene Fische heilen trotz derartiger Maßnahmen nicht aus!

Da es sich um gutartige Hautveränderungen handelt, lassen sie sich auch chirurgisch (eine Angelegenheit für den geübten Fachmann mit einem guten Betäubungsmittel) entfernen. Derartige Eingriffe sind aber aufgrund der Viruspersistenz (Dauerinfektion) im Koi lediglich als rein kosmetische Maßnahmen zu verstehen.

Karpfenpocken in geringem Umfang bei einzelnen Fischen müssen aus meiner Sicht nicht zwingend behandelt werden, da sie erwachsene Koi nicht erheblich schädigen. Anders kann das Krankheitsgeschehen in engen Verhältnissen bei niedrigen Temperaturen und monatelangem Futterentzug aussehen. Derart "geplagte" Bestände können generalisiert erkranken, und es können Todesfälle auftreten.

Autor:Dr. med. vet. Sandra Lechleiter, Fachtierärztin für Fische


Gruß
Jürgen
 
Hallo Klaus,

ich hatte im Frühjahr einen Ogon mit zwei Diagnosen: "Karpfenpocken" und "bakterielle Infektion." Wegen der bakteriellen Infektion habe ich ihn in ein 30 Minuten-Bad mit Nifurpirinol gesetzt.

Ich war sehr erstaunt, daß die Karpfenpocken nach kurzer Zeit völlig verschwunden waren, obwohl Nifurpirinol kein Heilmittel gegen Karpfenpocken ist... Wahrscheinlich Zufall...

Ich versuche auch in diesem Winter das Immunsystem durch Futteraufwertung zu stimmulieren: abwechselnd Honig, Miracle Animal, Blütenstaub, Vitamin C (in Form von "geschnetzelten" Orangen), Fermentfutter, etc...

Gruß
Jürgen
 
Guten Morgen,
vielen Dank für Eure Antworten.

In welcher Form wird denn Vitamin C verabreicht? Ich habe gelesen, dass es die Möglichkeit der Gabe in´s Wasser gibt?

Gruß Klaus
 
Karsten,
das musst Du einfach ausprobieren... Im Sommer ist eine Orange innerhalb weniger Stunden weg... Jetzt schäle ich sie und schneide sie in kleine "mundgerechte" Stücke, damit sie zu Boden sinken...

... und dann einfach schauen, wieviel sie in einem gewissen Zeitraum fressen... wie beim normalen Winterfutter auch...
... und nicht gleich aufgeben, wenn sie es am Anfang nicht mögen... irgendwann werden sie "süchtig" danach...

Gruß
Jürgen
 
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